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Mutter
werden ist nicht schwer;
Mutter sein dagegen sehr...
Wir
alle lieben unsere Kinder über alles und sie bereiten uns
eine Menge Freude. Leider hat die Medaille auch eine Kehrseite:
Das Leben für Frauen mit Kindern in Deutschland ist nicht
immer rosig. Kindererziehung ist zwar eine gesellschaftlich höchst
wichtige Aufgabe, was uns auch jeder“mann“ bestätigt - merkwürdigerweise
jedoch bleibt die entsprechende soziale Anerkennung aus.
Und dabei ist Kindererziehung Schwerstarbeit! Und Mütterarbeit!
Mit allen schönen und nicht so schönen Folgen:
- Gesellschaftliche
Isolation
- Finanzielle
Einbußen
- Fehlende
Berufsperspektiven
- Reduzierung
des Selbstvertrauens und Selbstwertgefühls
- Spaltung
innerhalb der Familie: Vater leistet gesellschaftlich anerkannte/honorierte
Arbeit. Mutter leistet gesellschaftlich unterbewertete, unsichtbare,
reproduktive Arbeit ohne Lohn und Urlaubsanspruch usw. usw.
usw....

Die
Mütterzentrumsidee
Aber
echte Alternativen zum Entscheidungszwang zwischen Erwerbstätigkeit
mit Doppelt– und Dreifachbelastung und Vollzeit-Familienarbeit
gibt es kaum. Da entwarf die Projektgruppe Elternarbeit am Deutschen
Jugendinstitut (DJI) in München ein Konzept: Das Mütterzentrumskonzept.
Die Idee war es, ein Angebot zu schaffen für den Umgang mit
Öffentlichkeit außerhalb der Berufssphäre
Die
vier Eckpfeiler dieses Konzepts waren:
- Laien-mit-Laien-Prinzip
- Freie
Angebote
-
Gleiches Honorar für alle und
- Kinder
gehören dazu
Entgegen
den Gepflogenheiten der Bildungsstätten, Volkshochschulen
etc. sollte dieses Mal die gesellschaftliche Situation von Frauen
mit Kindern und ihre Bedürfnisse die Grundlage sein. Das
DJI initiierte und begleitete drei Mütterzentren als Modellprojekte.
Das war im Jahre 1981, und zwar in München-Neuaubing, Salzgitter-Bad
und in Darmstadt. Es dauerte nicht lange und die Mütterzentren
sprossen auch in anderen Städten wie die Pilze aus dem Boden.
Mittlerweile gibt es rund 400 Mütterzentren. Tendenz steigend.
(Mütterzentrum-Duisburg: Vereinsgründung 1989)
Kein
Wunder, das die Zahl der Zentren steigt, denn Mütterzentren
sind:
- Anlaufstellen
für Frauen jeden Alters
- ein
Ort, an dem nachbarschaftliche Kontakt geknüpft werden
können
- gut
zur Entwicklung eigener Aktivitäten
- Stätten,
die einen Kursbesuch auch mit Kindern ermöglichen
- auch
dazu da, um Beratungsangebote in Anspruch zu nehmen
- Orte,
an denen eigenes Geld verdient werden kann
Mitarbeit
im Mütterzentrum
Jede
Frau kann im Mütterzentrum mitarbeiten. Hier besteht die
Möglichkeit, ihren Interessen gemäß eine Aufgabe
zu übernehmen.
Folgende
Aufgaben (und wenn Du eine Idee hast noch mehr) stehen zur Verfügung:
- Kurse
planen und durchführen
- Angebote
für Kinder
- Second-Hand-Ecke
betreuen
- Vorstand:
Geschäfte des Mütterzentrum führen
- Mitarbeiten
im Plenum
Bei
allen Aufgaben handelt es sich um Tätigkeiten mit freier
Zeiteinteilung und die Kinder sind selbstverständlich mit
dabei. Sicher ist auch für Dich etwas dabei. Oft ist das
Mütterzentrum das Sprungbrett für den Einstieg ins Berufsleben.
Hilfe steht Dir selbstverständlich von den anderen Frauen
zur Verfügung.
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